Dusche im Keller nachrüsten? Die Sanigo Hebepumpe machts möglich
Die Sanigo SANI-S250C Hebepumpe pumpt Abwasser aus Keller, Dachboden oder anderen Räumen zum Hauptanschluss - kompakt, leise und mit 200W Motor.

Wer schon mal eine Dusche oder ein Waschbecken im Keller installieren wollte, kennt das Problem: Der Abwasseranschluss liegt höher als der Abfluss. Ohne Pumpe fließt da nichts. Das Wasser muss schließlich bergauf - und das tut es von alleine nicht. Die übliche Lösung - den Boden aufstemmen und neue Rohre verlegen - ist teuer und aufwendig. Je nach Situation können dabei schnell mehrere tausend Euro zusammenkommen, plus wochenlange Bauarbeiten.
Die Sanigo SANI-S250C Hebepumpe bietet eine deutlich einfachere Alternative. Sie wird einfach an die vorhandenen Sanitärgeräte angeschlossen und pumpt das Abwasser dorthin, wo es hin muss - egal ob bergauf oder über längere horizontale Strecken.
Warum eine Hebepumpe?
In vielen Häusern liegt das Hauptabwasserrohr auf Erdgeschoss-Niveau oder sogar noch höher. Der Keller liegt per Definition darunter. Wenn man dort eine Dusche, ein Waschbecken oder eine Waschmaschine installieren möchte, hat das Abwasser keine Möglichkeit, durch natürliches Gefälle zum Hauptanschluss zu fließen.
Ohne Hebepumpe blieben nur zwei Optionen: Entweder man lässt einen Sanitärfachbetrieb den Boden aufstemmen und ein neues Rohrsystem mit eigener Rückstauklappe installieren - eine Maßnahme, die je nach Aufwand zwischen 2.000 und 8.000 Euro kosten kann. Oder man verzichtet auf den Wasseranschluss im Keller. Die Hebepumpe ist die dritte, deutlich günstigere Option.
Auch in anderen Situationen ist eine Hebepumpe sinnvoll: Auf Dachböden, in Gartenhäusern, in Altbauten mit ungünstiger Rohrführung oder überall dort, wo ein Sanitäranschluss nachgerüstet werden soll, ohne die gesamte Rohrinfrastruktur umzubauen.
Was macht die Pumpe?
Die Hebepumpe sammelt das Abwasser von Sanitärgeräten (Dusche, Waschbecken, Badewanne) und pumpt es zum Hauptabwassersystem - auch wenn das höher liegt. Der 200W Motor schafft dabei:
- 7 Meter vertikal (vom Keller hoch ins Erdgeschoss kein Problem)
- 70 Meter horizontal (auch längere Strecken möglich)
- 100 Liter pro Minute maximale Durchflussmenge
- Wassertemperaturen bis 75 Grad Celsius
Die maximale Wassertemperatur von 75 Grad ist ein wichtiges Detail. Normales Duschwasser hat ca. 38-42 Grad, also kein Problem. Auch das Abwasser einer Waschmaschine im Kochwaschgang (bis 60 Grad) liegt noch im sicheren Bereich. Nur dauerhaft kochendes Wasser sollte man nicht einleiten.
Zwei Eingänge
Die Pumpe hat zwei Eingänge mit 40mm Durchmesser. Das heißt, man kann zum Beispiel eine Dusche und ein Waschbecken gleichzeitig anschließen - ohne zweite Pumpe. Bei vielen günstigeren Modellen gibt es nur einen Eingang, was bedeutet, dass man entweder eine zweite Pumpe braucht oder die Geräte per Y-Stück vorher zusammenführen muss.
Die zwei Eingänge bieten Flexibilität bei der Installation. Man kann die Pumpe zwischen Dusche und Waschbecken positionieren und beide direkt anschließen. Oder man schließt heute nur die Dusche an und hat den zweiten Eingang als Reserve, falls man später noch ein Waschbecken nachrüsten möchte.
Der Ausgang hat 24mm Durchmesser und wird über ein Druckrohr mit dem Hauptabwasseranschluss verbunden. Standardmäßig verwendet man dafür ein 32mm-Rohr (mit Adapter), das flexibel durch den Keller verlegt werden kann - auch um Ecken herum.
Kompakt und leise
Mit 31 x 14 x 15 cm ist die Pumpe erstaunlich kompakt. Sie passt unter ein Waschbecken, hinter eine Verkleidung oder in eine Ecke der Dusche. Das Gewicht von 4 kg macht die Montage unkompliziert - kein schweres Gerät, das aufwendig befestigt werden muss.
Der Geräuschlevel liegt bei 30-40 dB - das ist etwa so laut wie Flüstern oder ein leises Brummen. Für eine Pumpe, die Wasser durch Rohre drückt, ist das sehr ordentlich. Zum Vergleich: Eine normale Unterhaltung liegt bei ca. 60 dB, ein Staubsauger bei 70-80 dB. Die Sanigo-Pumpe ist also deutlich leiser als die meisten Haushaltsgeräte.
In der Praxis hört man die Pumpe kurz anlaufen, wenn das Wasser gepumpt wird, aber es ist kein störendes Geräusch. In einem separaten Kellerraum nimmt man das Pumpengeräusch im restlichen Haus praktisch nicht wahr. Auch nachts duschen ist damit ohne Bedenken möglich, sofern die Pumpe nicht direkt neben einem Schlafraum steht.
Wie funktioniert die Installation?
Die Installation ist für handwerklich einigermaßen begabte Heimwerker machbar, auch wenn Sanigo empfiehlt, einen Fachmann hinzuzuziehen. Im Wesentlichen sind drei Schritte nötig:
- Pumpe aufstellen: An der gewünschten Position, möglichst nah an den angeschlossenen Sanitärgeräten. Die Pumpe muss waagerecht stehen.
- Eingänge anschließen: Die Abflussrohre von Dusche und/oder Waschbecken an die beiden 40mm-Eingänge anschließen. Dafür braucht man passende Rohre und Dichtungen.
- Ausgang verlegen: Ein Druckrohr vom Ausgang der Pumpe zum Hauptabwasseranschluss verlegen. Dieses Rohr kann vertikal und horizontal geführt werden.
- Strom anschließen: Die Pumpe braucht eine normale 230V-Steckdose in der Nähe.
Wichtig: Bei der Installation unbedingt auf eine Rückstauklappe achten. Diese verhindert, dass Abwasser aus dem Hauptsystem bei Rückstau in die Pumpe zurückläuft. Viele Fachleute empfehlen außerdem, die Pumpe auf eine vibrationsdämpfende Unterlage zu stellen, um Schallübertragung an den Boden zu minimieren.
Vorteile
- +Pumpt Abwasser bis 7m hoch und 70m weit
- +Zwei Eingänge für mehrere Geräte
- +Sehr kompakt - passt unter die Spüle
- +Leise mit nur 30-40 dB
- +Spart teure Sanitärinstallationen
- +Hält Temperaturen bis 75 Grad aus
- +Automatischer Schwimmerschalter
- +Einfache Installation ohne Bodenarbeiten
Nachteile
- –Braucht Stromanschluss in der Nähe
- –Nicht für Toiletten geeignet (nur Dusche, Waschbecken etc.)
- –Kupferanschlüsse - bei kalkhaltigem Wasser regelmäßig prüfen
- –Bei Stromausfall keine Pumpfunktion
Typische Einsatzgebiete
- Keller: Dusche oder Waschmaschine nachrüsten ohne Bodenarbeiten. Der häufigste Einsatzfall - endlich eine vollwertige Dusche im Hobbykeller, Gästezimmer oder Fitnessraum im Untergeschoss.
- Dachboden: Waschbecken oder Bad einbauen, wo kein Abfluss ist. Ideal für den Ausbau eines Dachgeschosses zum Wohnraum.
- Gartenhaus: Spüle anschließen, ohne aufwendig Rohre durch den Garten zu verlegen. Besonders praktisch für Gartenhäuser mit Wasseranschluss, aber ohne Abwasseranbindung.
- Altbauten: Zusätzliches Bad einrichten ohne große Umbauten. In vielen Altbauten sind die Abwasserrohre ungünstig verlegt, sodass eine Hebepumpe die einfachste Lösung ist.
- Büro- und Gewerberäume: Teeküche oder Waschbecken nachrüsten, wo die Rohrführung es eigentlich nicht hergibt.
Wartung und Pflege
Hebepumpen sind wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Folgende Punkte sollte man regelmäßig beachten:
- Reinigung: Etwa alle drei Monate den Pumpenraum mit warmem Wasser und etwas Essig durchspülen. Das löst Kalkablagerungen und verhindert Geruchsbildung.
- Filter prüfen: Den Eingangsfilter regelmäßig auf Verstopfungen kontrollieren, besonders wenn Haare (Duschabfluss) eingespült werden. Ein Haarsieb vor dem Pumpeneingang verlängert die Wartungsintervalle deutlich.
- Rückstauklappe: Die Funktion der Rückstauklappe einmal jährlich prüfen.
- Kupferanschlüsse: Bei sehr kalkhaltigem Wasser die Anschlüsse auf Kalkablagerungen kontrollieren und bei Bedarf entkalken.
Wichtig zu wissen
Die Pumpe ist für Grauwasser ausgelegt - also Duschen, Waschbecken, Badewannen und Spülen. Für Toiletten braucht man ein Modell mit Zerkleinerer (z.B. die größeren Sanigo-Modelle wie die SANI-S600). Der Unterschied: Grauwasserpumpen haben keinen Zerkleinerer und können Feststoffe nicht verarbeiten. Toilettenabwasser mit Fäkalien und Papier würde die Pumpe verstopfen und beschädigen.
Außerdem sollte man keine festen Gegenstände, Hygieneartikel oder große Mengen an Haaren in die Pumpe gelangen lassen. Ein Haarsieb am Duschabfluss ist daher dringend empfohlen. Auch Fette und Öle sollten nicht in größerer Menge eingeleitet werden, da sie sich im Pumpenraum ablagern und die Funktion beeinträchtigen können.
Noch ein Hinweis zum Thema Stromausfall: Ohne Strom pumpt die Pumpe natürlich nicht. Das bedeutet, dass bei einem Stromausfall das Abwasser in der Pumpe stehen bleibt, bis der Strom wieder da ist. Bei kurzen Ausfällen ist das kein Problem. Wer in einem Gebiet mit häufigen Stromausfällen lebt, sollte über eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) nachdenken - oder einfach bei Stromausfall nicht duschen.
Fazit
Für 94,95 Euro bekommt man eine solide Lösung für ein Problem, das sonst schnell vierstellig werden kann. Eine professionelle Sanitärinstallation mit Bodenarbeiten, neuen Rohren und Rückstauklappe kostet je nach Aufwand zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Die Sanigo-Hebepumpe löst das gleiche Problem für unter 100 Euro.
Wer im Keller, Dachboden oder einem anderen Raum ohne passenden Abwasseranschluss Sanitär nachrüsten will, spart sich mit so einer Pumpe den Sanitär-Fachbetrieb für die große Rohrlösung. Die Installation ist überschaubar, die Pumpe arbeitet leise und zuverlässig, und mit zwei Eingängen lassen sich auch zwei Sanitärgeräte gleichzeitig anschließen.
Für ein kleines Kellerbad mit Dusche und Waschbecken ist die Sanigo SANI-S250C genau die richtige Größe. Wer zusätzlich eine Toilette anschließen möchte, muss allerdings zu einem Modell mit Zerkleinerer greifen.
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