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Philips Hue Bridge Pro: Das neue Gehirn für dein Smart Home

Die Philips Hue Bridge Pro mit 1,7 GHz Prozessor, 8 GB RAM, Thread-Support und Platz für 150+ Leuchten. Das Upgrade für jedes Hue-System.

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Patrick
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Philips Hue Bridge Pro: Das neue Gehirn für dein Smart Home

Die Philips Hue Bridge ist das Herzstück jedes Hue-Systems. Sie verbindet die Lampen untereinander, empfängt Befehle von der App, spricht mit Sprachassistenten und führt Automationen aus. Ohne Bridge funktioniert Hue nur per Bluetooth im Notbetrieb. Mit Bridge wird es ein echtes Smart-Home-System.

Das Problem: Die alte Hue Bridge stößt bei größeren Installationen an ihre Grenzen. Wer 50, 80 oder gar 100 Leuchten betreibt, merkt, dass Befehle langsamer ankommen, Automationen verzögert auslösen und die App träger reagiert. Die Philips Hue Bridge Pro soll genau diese Limitierungen beseitigen. Für 72,90 Euro bekommt man ein massiv aufgerüstetes Steuergerät mit 1,7 GHz Prozessor, 8 GB DDR4 RAM und Unterstützung für über 150 Leuchten und 50 Zubehörteile.

Was ist neu?

Die Bridge Pro ist keine kosmetische Überarbeitung, sondern ein echtes Hardware-Upgrade:

Prozessor: Die alte Bridge hatte einen Prozessor, der für ein Smart-Home-Gerät aus dem Jahr 2015 ausreichend war. Die Bridge Pro bringt einen 1,7 GHz Prozessor mit, der Befehle deutlich schneller verarbeitet. Das bedeutet: Wenn man in der App eine Szene aktiviert, reagieren alle Lampen quasi gleichzeitig, statt mit einer spürbaren Verzögerung nacheinander zu schalten.

Arbeitsspeicher: 8 GB DDR4 SDRAM sind für eine Smart-Home-Bridge außergewöhnlich viel. Zum Vergleich: Viele günstige Smartphones haben 4 oder 6 GB RAM. Der großzügige Arbeitsspeicher ermöglicht es der Bridge, mehr Geräte zu verwalten und komplexere Automationen auszuführen, ohne ins Stocken zu geraten.

Kapazität: Die alte Bridge unterstützte maximal 50 Leuchten und 12 Zubehörteile. Die Bridge Pro verdreifacht das auf 150+ Leuchten und 50+ Zubehörteile. Für Häuser und Wohnungen mit vielen Räumen, in denen jede Lampe smart sein soll, ist das ein enormer Unterschied.

Hue MotionAware: Eine neue Funktion, die den integrierten Bewegungssensor nutzt. Die Bridge Pro kann über ihr Zigbee-Netzwerk Bewegungsdaten von kompatiblen Sensoren aggregieren und daraus intelligentere Automationen ableiten. Statt einzelner Sensor-Aktionen kann das System erkennen, in welchem Raum sich gerade jemand aufhält, und die Beleuchtung entsprechend anpassen.

Thread-Support: Die Bridge Pro unterstützt den Thread-Standard - ein modernes Mesh-Netzwerk-Protokoll für Smart-Home-Geräte. Thread ermöglicht eine stabilere und schnellere Kommunikation zwischen Geräten als das ältere Zigbee-Protokoll. Matter-kompatible Geräte können über Thread direkt in das Hue-System integriert werden.

Datenschutz

Philips betont bei der Bridge Pro die erweiterten Sicherheitskontrollen. In einer Zeit, in der Smart-Home-Geräte regelmäßig wegen Datenschutzlücken in den Schlagzeilen sind, ist das ein relevanter Punkt.

Die Hue Bridge verarbeitet Daten lokal. Automationen, Szenen und Sensordaten werden auf der Bridge selbst gespeichert und ausgeführt, nicht in einer Cloud. Das bedeutet: Auch wenn das Internet ausfällt, funktioniert das Hue-System weiterhin.

Die Bridge Pro erweitert diesen Ansatz um zusätzliche Verschlüsselungs- und Authentifizierungsmechanismen, die den Zugriff auf das System weiter absichern.

Für wen lohnt sich das Upgrade?

Große Installationen: Wer mehr als 50 Leuchten im Hue-System hat oder haben möchte, braucht die Bridge Pro. Die alte Bridge ist bei 50 Leuchten am Limit.

Smart-Home-Enthusiasten: Wer komplexe Automationen mit vielen Sensoren, Schaltern und Lampengruppen betreibt, profitiert vom schnelleren Prozessor und dem größeren Arbeitsspeicher.

Neueinsteiger mit Ambitionen: Wer gerade erst mit Hue anfängt, aber langfristig das gesamte Haus ausstatten will, spart sich mit der Bridge Pro den späteren Umstieg.

Nicht nötig für: Wer ein kleines System mit 10 bis 20 Lampen betreibt und zufrieden ist, braucht die Bridge Pro nicht. Die alte Bridge funktioniert für kleine Setups nach wie vor einwandfrei.

Einrichtung

Die Einrichtung folgt dem bekannten Hue-Prinzip:

  1. Bridge Pro per Ethernet-Kabel an den Router anschließen
  2. Stromversorgung anschließen
  3. Hue App öffnen und Bridge Pro suchen
  4. Taste auf der Bridge drücken, um die Kopplung zu bestätigen
  5. Vorhandene Leuchten und Zubehörteile migrieren
Die Migration von einer alten Bridge zur Bridge Pro wird von der App unterstützt. Szenen, Räume, Automationen und Zuordnungen werden übertragen. Man muss nicht alles von vorne einrichten.

Technische Details

  • Prozessor: 1,7 GHz
  • RAM: 8 GB DDR4 SDRAM
  • Farbe: Schwarz
  • Material: Kunststoff
  • Gewicht: 208 g
  • Abmessungen: 9,2 x 9,2 x 2,6 cm
  • Stromversorgung: 230V Netzteil
  • Anschlüsse: Ethernet (RJ45)
  • Protokolle: Zigbee, Thread, Matter
  • LED-Anzeige: Statusanzeige auf der Oberseite
  • Garantie: 2 Jahre

Vorteile

  • +1,7 GHz Prozessor - deutlich schneller als die alte Bridge
  • +8 GB DDR4 RAM für komplexe Automationen
  • +150+ Leuchten und 50+ Zubehörteile
  • +Thread- und Matter-Support
  • +Hue MotionAware für intelligente Bewegungserkennung
  • +Erweiterte Sicherheitsfunktionen
  • +Lokale Datenverarbeitung - keine Cloud-Abhängigkeit
  • +Einfache Migration von der alten Bridge

Nachteile

  • 72,90 Euro - deutlich teurer als die alte Bridge
  • Für kleine Systeme überdimensioniert
  • Benötigt weiterhin Ethernet-Kabel zum Router
  • Nur für das Hue-Ökosystem nutzbar

Bewertungen

Mit 4,2 Sternen bei 565 Bewertungen ist die Bridge Pro solide, aber nicht überragend bewertet. Das liegt teilweise daran, dass das Produkt noch relativ neu ist und einige Nutzer anfängliche Software-Bugs melden, die per Update behoben werden. Die grundlegende Hardware wird durchgehend gelobt.

Fazit

Die Philips Hue Bridge Pro ist das Upgrade für alle, die ihr Hue-System ernst nehmen. Mehr Leistung, mehr Kapazität, moderne Protokolle und bessere Sicherheit - für 72,90 Euro bekommt man ein Steuergerät, das auch große Smart-Home-Installationen souverän verwaltet. Für Einsteiger mit kleinem Setup ist die alte Bridge ausreichend. Für alle anderen ist die Bridge Pro die logische nächste Stufe.

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