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MEKO Tablet Stift: Dual-System Stylus für iPad, Android und mehr

Der MEKO Dual-System Tablet Stift mit 1,5mm Spitze, USB-C Schnellladen und Handflächenerkennung. Funktioniert auf iPads, Android-Tablets und Smartphones.

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Patrick
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MEKO Tablet Stift: Dual-System Stylus für iPad, Android und mehr

Wer auf dem Tablet zeichnen, Notizen machen oder Dokumente annotieren will, kommt mit dem Finger schnell an Grenzen. Die Eingabe ist ungenau, der Finger verdeckt die Stelle, auf die man tippt, und von Handschrift kann bei Fingereingabe keine Rede sein. Ein Stylus löst all diese Probleme - aber die meisten Tablet-Stifte funktionieren entweder nur auf iPads oder nur auf Android-Geräten.

Der MEKO Dual-System Tablet Stift will beides abdecken. Ein Stift, zwei Modi, kompatibel mit iPads ab 2018, Android-Tablets, iPhones, Samsung-Smartphones, Xiaomi-Geräten und sogar Chromebooks. Für 19,99 Euro klingt das nach einem vielversprechenden Allrounder.

Das Dual-System erklärt

Der Name "Dual-System" ist das zentrale Feature und verdient eine genaue Erklärung. Der MEKO-Stift hat zwei Betriebsmodi, die über einen Knopf am Stift umgeschaltet werden:

iPad-Modus: Dieser Modus ist speziell für iPads ab 2018 optimiert. Er unterstützt Handflächenerkennung (Palm Rejection) und bietet die präziseste Eingabe. Die Spitze wird vom iPad als aktiver Stylus erkannt, was schnellere Reaktionszeiten und feinere Linien ermöglicht.

Universalmodus (Android/Andere): Dieser Modus funktioniert auf allen kapazitiven Touchscreens. Also Android-Tablets, Smartphones, Chromebooks und sogar auf älteren iPads. In diesem Modus gibt es keine Handflächenerkennung, aber die Stiftspitze funktioniert als präziser Eingabestift.

Das Umschalten zwischen den Modi dauert eine Sekunde: Knopf drücken, fertig. Man muss nichts per Bluetooth koppeln, keine App installieren, keine Einstellungen ändern. Einschalten, Modus wählen, losschreiben. Das ist ein grosser Vorteil gegenüber vielen anderen Stylus-Stiften, die erst per Bluetooth verbunden werden müssen - ein Prozess, der je nach Gerät mal reibungslos und mal frustrierend verläuft.

Die 1,5mm feine Spitze

Die Spitze des MEKO-Stifts ist 1,5mm fein. Das ist deutlich dünner als die meisten günstigen Tablet-Stifte, die oft 3-5mm dicke Gummispitzen haben. Der Unterschied ist im Alltag sofort spürbar.

Mit einer 1,5mm-Spitze kann man tatsächlich schreiben - nicht nur tippen oder kritzeln. Handschriftliche Notizen in Apps wie Notability, GoodNotes oder Samsung Notes sehen mit einer feinen Spitze lesbar und sauber aus. Bei Stiften mit dicker Gummispitze verschwimmt die Schrift, weil die Kontaktfläche zu gross ist.

Auch zum Zeichnen macht die feine Spitze einen Unterschied. Ob man Skizzen in Procreate, Illustrationen in MediBang oder technische Zeichnungen in Concepts erstellt - eine dünnere Spitze gibt mehr Kontrolle über Linienführung und Details.

Die Spitze besteht aus einem harten Kunststoff mit einer speziellen Beschichtung, die den Kontakt mit dem Touchscreen optimiert. Sie gleitet sanft über das Display, ohne zu kratzen. Ein Displayschutz (z.B. eine matte Folie) verbessert das Schreibgefühl zusätzlich, weil er dem Stift mehr Widerstand bietet - ähnlich wie Papier.

Ersatzspitzen sind im Lieferumfang enthalten. Das ist sinnvoll, weil sich die Spitze mit der Zeit abnutzt. Bei täglichem, intensivem Gebrauch hält eine Spitze etwa 3-6 Monate. Bei gelegentlicher Nutzung deutlich länger.

USB-C Schnellladen: 15 Minuten reichen

Die meisten Stylus-Stifte laden über Micro-USB oder über proprietäre Anschlüsse. Der MEKO-Stift setzt auf USB-C - den gleichen Anschluss, den man wahrscheinlich schon für Smartphone und Tablet nutzt. Ein Kabel weniger im Reisegepäck.

Die Ladezeit ist beeindruckend: 15 Minuten für eine volle Ladung. Das ist keine Stunde am Kabel hängen und warten. Man steckt den Stift während einer Kaffeepause ein und hat danach genug Akku für den Rest des Tages - und den nächsten Tag auch noch.

Die Akkulaufzeit hängt vom Modus ab:

  • iPad-Modus: Bis zu 9 Stunden Dauerbetrieb
  • Universalmodus: Bis zu 7 Stunden Dauerbetrieb
In der Praxis bedeutet das: Selbst bei intensiver Nutzung reicht eine Ladung für mindestens einen vollen Arbeitstag. Wer den Stift nicht dauerhaft nutzt, sondern nur für Meetings, Notizen oder kurze Zeichensessions, kommt locker eine Woche ohne Laden aus.

Der Ladeanschluss sitzt am oberen Ende des Stifts, geschützt durch eine kleine Kappe. Das Design ist unauffällig und stört nicht beim Schreiben.

Handflächenerkennung auf dem iPad

Die Handflächenerkennung (Palm Rejection) im iPad-Modus ist eines der Features, das den MEKO von billigeren Stylus-Stiften unterscheidet. Ohne Handflächenerkennung erkennt das iPad nicht nur den Stift, sondern auch die Hand, die auf dem Display aufliegt. Das Ergebnis: Während man schreibt, zieht die Handinnenfläche versehentlich Linien oder verschiebt die Zeichenfläche.

Mit aktiver Handflächenerkennung ignoriert das iPad die Hand und reagiert nur auf die Stiftspitze. Man kann die Hand ganz natürlich auf dem Display ablegen, wie man es beim Schreiben auf Papier auch tun würde. Das macht einen enormen Unterschied bei längeren Schreib- oder Zeichensessions.

Wichtig zu wissen: Die Handflächenerkennung funktioniert nur im iPad-Modus und nur auf iPads ab 2018 (6. Generation und neuer). Auf Android-Geräten ist diese Funktion nicht verfügbar, da sie eine spezielle Kommunikation zwischen Stift und Betriebssystem erfordert, die Android nicht standardisiert unterstützt. Manche Android-Apps bieten eine eigene Handflächenerkennung an, aber die funktioniert unabhängig vom Stift.

Kein Bluetooth nötig

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Der MEKO-Stift braucht kein Bluetooth. Die meisten aktiven Stylus-Stifte, einschliesslich des Apple Pencil, kommunizieren per Bluetooth mit dem Tablet. Das funktioniert in der Regel gut, kann aber zu Problemen führen: Verbindungsabbrüche, Verzögerungen bei der Kopplung, Interferenzen mit anderen Bluetooth-Geräten.

Der MEKO-Stift nutzt stattdessen eine kapazitive Technologie in Kombination mit einer proprietären Signalverarbeitung. Er erzeugt ein elektrisches Feld an der Spitze, das vom Touchscreen erkannt wird. Dadurch funktioniert er sofort nach dem Einschalten, ohne Kopplung und ohne Bluetooth.

Das hat einen weiteren Vorteil: Der Stift belastet nicht die Bluetooth-Verbindungen des Tablets. Wer gleichzeitig kabellose Kopfhörer, eine Tastatur und eine Maus per Bluetooth verbunden hat, bekommt keine Probleme durch einen zusätzlichen Bluetooth-Stylus.

Magnetische Anbringung

Der MEKO-Stift hat an einer Seite einen flachen Bereich mit einem integrierten Magneten. Dadurch haftet er an metallischen Oberflächen und an Tablets mit magnetischem Rand - wie den meisten iPads ab der 3. Generation iPad Pro.

Die Haftung ist stark genug, um den Stift beim normalen Transport am Tablet zu halten. In der Tasche kann er sich allerdings lösen, wenn andere Gegenstände dagegen drücken. Für den Einsatz am Schreibtisch oder im Meeting ist die magnetische Befestigung aber äusserst praktisch: Stift an den Rand des iPads klicken, fertig. Kein Suchen, kein Wegrollen.

An metallischen Oberflächen wie Kühlschränken, Whiteboards oder Metallregalen haftet der Stift ebenfalls. Das kann nützlich sein, wenn man den Stift griffbereit an einem festen Platz aufbewahren möchte.

Aluminium-Gehäuse

Das Gehäuse des MEKO-Stifts besteht aus Aluminium. Das Material ist leicht (der Stift wiegt nur wenige Gramm), liegt aber durch sein Gewicht angenehm in der Hand. Im Vergleich zu Kunststoff-Stiften fühlt sich Aluminium wertiger an und ist deutlich kratzfester.

Der Stift hat eine matte Oberfläche mit einer leichten Textur, die verhindert, dass er aus der Hand rutscht. Der Durchmesser entspricht etwa dem eines normalen Kugelschreibers, was das Schreibgefühl natürlich und vertraut macht.

Die Verarbeitung ist sauber: Keine scharfen Kanten, keine spürbaren Nähte, der Druckknopf hat einen definierten Klickpunkt. Man merkt, dass hier nicht am Material gespart wurde.

Kompatibilitätsliste

Der MEKO-Stift ist kompatibel mit einer langen Liste von Geräten:

iPad-Modus (mit Handflächenerkennung):

  • iPad ab 6. Generation (2018)
  • iPad Air ab 3. Generation
  • iPad Mini ab 5. Generation
  • iPad Pro ab 11" (1. Generation) und 12,9" (3. Generation)

Universalmodus (ohne Handflächenerkennung):
  • Alle Android-Tablets (Samsung Galaxy Tab, Xiaomi Pad, Lenovo Tab, etc.)
  • Alle iPhones
  • Alle Samsung-Smartphones
  • Xiaomi-Smartphones
  • Chromebooks mit Touchscreen
  • Alle Geräte mit kapazitivem Touchscreen

Nicht kompatibel ist der Stift mit Geräten, die einen speziellen Digitizer erfordern - also Samsung-Geräte mit S-Pen-Technologie (EMR) oder Microsoft Surface-Geräte mit N-Trig. Diese Geräte brauchen jeweils ihren eigenen proprietären Stift. Der MEKO funktioniert zwar als einfacher Touchscreen-Stift auf diesen Geräten, kann aber die Druckempfindlichkeit des jeweiligen Digitizers nicht nutzen.

Druckempfindlichkeit: Was der MEKO kann und was nicht

Ein wichtiger Punkt für Zeichner: Der MEKO-Stift hat keine Druckstufen. Das bedeutet, die Linienstärke ändert sich nicht, wenn man fester oder leichter aufdrückt. Der Apple Pencil bietet beispielsweise über 4000 Druckstufen, was für professionelles digitales Zeichnen in Procreate oder anderen Apps essenziell ist.

Wer den Stift hauptsächlich für Notizen, Skizzen, Anmerkungen in PDFs oder einfaches Zeichnen nutzt, wird die fehlenden Druckstufen kaum vermissen. Die Linien sind gleichmässig, was für Handschrift und einfache Illustrationen völlig ausreicht.

Wer allerdings professionell digitale Kunst erstellt und auf Drucksensitivität, Neigungserkennung und pixelgenaue Präzision angewiesen ist, braucht einen Apple Pencil (für iPad) oder einen S-Pen (für Samsung). Der MEKO ist kein Ersatz für diese Profi-Stifte, sondern eine preislich attraktive Alternative für den täglichen Gebrauch.

MEKO vs. Apple Pencil

Der Vergleich drängt sich auf, also hier die ehrliche Gegenüberstellung:

Apple Pencil (2. Generation): ca. 149 Euro

  • Drucksensitivität und Neigungserkennung
  • Pixelgenaue Präzision
  • Magnetisches Laden am iPad
  • Funktioniert nur auf kompatiblen iPads

MEKO Dual-System: 19,99 Euro
  • Keine Druckstufen
  • 1,5mm Spitze, gut für Notizen und Skizzen
  • USB-C Laden
  • Funktioniert auf iPads, Android, Smartphones, Chromebooks

Der Apple Pencil ist das bessere Werkzeug - keine Frage. Aber er kostet das 7,5-fache und funktioniert nur auf iPads. Wer mehrere Geräte nutzt (z.B. iPad für die Arbeit, Android-Tablet privat, Smartphone unterwegs), braucht beim Apple Pencil für jedes Gerät einen eigenen Stift. Der MEKO funktioniert überall mit dem gleichen Stift.

Für 80% der Nutzer, die einen Stylus hauptsächlich für Notizen, Unterschriften, Annotationen und gelegentliches Skizzieren verwenden, ist der MEKO mehr als ausreichend. Die fehlenden Druckstufen fallen nur bei professionellem digitalen Zeichnen ins Gewicht.

Alltagstauglichkeit

Im täglichen Einsatz zeigt sich der MEKO als unkompliziertes Werkzeug. Man drückt den Knopf, der Stift ist aktiv, man schreibt. Kein Pairing, kein Warten, kein Fummelei. Wenn man ihn eine Weile nicht benutzt, schaltet er sich automatisch in den Standby-Modus, um Akku zu sparen. Ein kurzes Tippen auf das Display weckt ihn wieder auf.

Die Latenz - also die Verzögerung zwischen Stiftbewegung und sichtbarer Linie auf dem Bildschirm - ist gering. Im iPad-Modus ist sie kaum wahrnehmbar, im Universalmodus auf Android-Geräten minimal spürbar, aber nicht störend. Für Handschrift und Notizen reicht die Geschwindigkeit in jedem Fall.

Was man beachten sollte: Die Spitze gleitet auf Glas (dem Material der meisten Tablet-Displays) sehr leicht. Wer das Gefühl von Stift auf Papier bevorzugt, sollte eine matte Displayschutzfolie (sogenannte "Paper-like" Folie) verwenden. Diese Folien erhöhen den Widerstand und geben dem Stift ein papierähnliches Schreibgefühl. Das ist kein Nachteil des Stifts, sondern liegt in der Natur von Glas-Displays.

Vorteile

  • +Dual-System: Ein Stift für iPad, Android und andere Geräte
  • +1,5mm feine Spitze für präzise Handschrift und Skizzen
  • +USB-C Schnellladen in nur 15 Minuten
  • +9 Stunden Akkulaufzeit im iPad-Modus
  • +Handflächenerkennung auf iPads ab 2018
  • +Kein Bluetooth nötig - sofort einsatzbereit
  • +Aluminium-Gehäuse mit wertiger Haptik
  • +Magnetische Anbringung am Tablet

Nachteile

  • Keine Druckstufen - nicht für professionelles digitales Zeichnen
  • Handflächenerkennung nur im iPad-Modus verfügbar
  • Nicht kompatibel mit S-Pen oder Surface-Pen Technologie
  • Stiftspitze nutzt sich bei intensivem Gebrauch ab

Fazit

Für 19,99 Euro bekommt man einen Tablet-Stift, der auf praktisch jedem Touchscreen-Gerät funktioniert. Das Dual-System-Konzept ist durchdacht: Ein Stift für alle Geräte, schnelles Umschalten zwischen den Modi, kein Bluetooth-Pairing nötig.

Die Stärke des MEKO liegt in seiner Vielseitigkeit und seinem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer einen soliden Stylus für Notizen, Annotationen und gelegentliches Zeichnen sucht, ohne gleich 150 Euro für einen Apple Pencil auszugeben, findet hier eine überzeugende Alternative. Die feine 1,5mm-Spitze, die schnelle USB-C-Ladung und die Handflächenerkennung auf iPads machen den Stift zu einem echten Alltagsbegleiter.

Der MEKO ersetzt keinen Apple Pencil für professionelle Kreative. Aber er deckt 80% der Anwendungsfälle zu einem Bruchteil des Preises ab - und das auf deutlich mehr Geräten. Wer mehrere Tablets und Smartphones nutzt, spart sich mit dem MEKO den Kauf mehrerer geräte-spezifischer Stifte.

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